Kostenerstattung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Zu meinem Beruf gehört auch die regelmäßige Fortbildung, so war ich in der letzten Woche zu einem hoch interessanten Seminar über Kostenerstattung in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Sie wissen bestimmt, dass Sie beim Zahnarzt und im Krankenhaus prinzipiell schon Privat Patient sind, das heißt nämlich eigentlich nichts anders, als dass alles was die Kasse nicht übernimmt, Sie selber zahlen. Nur im ambulanten Bereich ist es meistens noch so, dass Sie Ihre Karte als GKV Mitglied an der Theke abgeben und der Arzt dann mit der Krankenkasse abrechnet. Und manchmal, oder auch öfter, ist es dann so, dass Sie nicht die Leistung bekommen, die nach der ärztlichen Kunst die Beste wäre, sondern die, die ausreichend zweckmäßig und wirtschaftlich ist. So steht es im § 12 des Sozialgesetzbuch fünf  (SGB V). Da steht nichts von befriedigender, oder gar guter oder sehr guter Medizin.

Was ist die Folge? Sie bekommen ein Medikament das die Kasse zahlt, nicht das was hilft. Sie warten teilweise monatelang auf einen Termin für das MRT oder für den Facharzt. Heute Morgen noch rief ich beim Augenarzt an, zuerst bot man mir einen Termin für Ende Mai an, nachdem ich sagte, dass ich privat zahlen würde, habe ich jetzt einen Termin in 14 Tagen.

Jetzt war es in der Vergangenheit schon so, dass viele Kunden sich für den Fall des Krankenhausaufenthaltes privat zusatzversichert haben, und auch Zahntarife erfreuen sich immer größerer Nachfrage, weil die Kunden merken, dass die Medizin und Behandlung als Privatpatient wesentlich besser ist. Das geht jetzt auch im ambulanten Bereich und nennt sich Kostenerstattung!

Wie funktioniert es? Sie schreiben Ihre gesetzliche Kasse an und bitten um Umstellung auf Kostenerstattung, dann sagen Sie in Zukunft bei einer ambulanten Behandlung, dass Sie nach Kostenerstattung abrechnen wollen. Daraufhin können Sie sich aussuchen, welche Vorsorgeleistungen, Medikamente und Behandlung Ihr Arzt in Zukunft an Ihnen vornimmt. Zukünftig bekommen Sie dann eine Rechnung, und dann geht es so weiter, wie unsere Beamten es schon kenne: Sie reichen die Rechnung bei der gesetzlichen Kasse ein, die macht ihren Stempel drauf, überweist Ihnen den entsprechenden Anteil und dann nehmen Sie die Rechnung und senden diese zu Ihrer Privaten ambulanten Zusatzversicherung und die überweißt den Rest. Dann erst zahlen Sie Ihren Arzt.

Vielleicht sagen Sie jetzt, „dass ist bestimmt sehr teuer!“ richtig ist, billig ist es nicht, aber so teuer wie vermutet auch nicht. Es gibt auch noch Varianten, zum Beispiel dass Sie nur Kostenerstattung haben wollen, wenn wirklich was Ernstes vorliegt, auch das geht. Dann werden Husten, Schnupfen etc. wie bisher abgerechnet und nur im Fall eines Falles stellen Sie um auf Kostenerstattung und sind dann Privatpatient. Solch ein Tarif bekommt ein 30 jähriger Kunde schon für ca. 30 Euro im Monat.

Wenn Sie mehr wissen wollen, melden Sie sich einfach bei mir. In einem persönlichen Gespräch klären wir dann, ob das was für sie ist. Übrigens auch für Ihre Kinder ist das eine Option, dann gibt es das Rundumsorglos Paket mit Ambulant, Stationär und Zahntarif inkl. Kieferorthopädie für knapp 50 Euro.

Ich freue mich auf unser Gespräch

Ihre Corinna Marißen

Veröffentlicht in Allgemein, Gesundheit

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